Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne!
Oder auch:
Die Erotik des Unbekannten verleiht der Realität Flügel!
Oder auch:
Wenn die Hoffnung aufwacht, legt sich die Verzweiflung schlafen!
Oder auch:
Wer von der Hoffnung lebt, wird wenigstens nicht dick dabei!
Wie dem auch sei; seit dem 07.12.2009 habe ich das Training wieder aufgenommen. Und damit ich sogleich einen meiner Vorsätze für 2010 verwirklichen kann, habe ich mal ein wenig Spielzeug angeschafft:
Zum Einen gab es den GARMIN FORERUNNER 310XT, den ich mit etwas Glück günstig in der Bucht ersteigern konnte.
Zum Anderen habe ich mir ein Paar SKIKES gegönnt; als ordentliches Angebot im Rollenshop.
Bisher habe ich mich mit dem Kauf des Garmin immer noch zurück gehalten, da ich meine Polar S725x und die dazu gehörige Software nicht aufgeben wollte. Zum Glück bin ich aber nun im Netz auf ein Tool gestoßen, das es mir ermöglicht die im Garmin aufgezeichneten Trainingseinheiten in meine heiß geliebte Polar ProTrainer 5.0 Software zu importieren.
Das schafft ein sehr kleines, aber leistungsfähiges Java-Applet namens TCX2HRM, welches von Bernd Kappel entwickelt und von ihm unter Creative Commons-Licence veröffentlicht ist. Großartig!
Zu den Skikes sei nur gesagt: Zwar war ich vorgewarnt, dass die Geschwindigkeiten nicht an die des Inline-Skatens heran reichen, aber dass es zu Beginn solch’ ein Gewürge ist, hätte ich nicht gedacht!
Und neben der Suche nach dem richtigen Timing des Stockeinsatzes musste ich leider auch feststellen, dass meine ehemals recht ordentlich ausgebildete Gleichgewichtsfähigkeit unter dem fachidiotischem Ausdauertraining sehr gelitten hat. Somit waren beim ersten Versuch auch beide Klassiker (Slapstick-mäßiger-Abgang-nach-hinten und Über-den-Stock-Fahren) dabei!
Zum Glück konnte sich mein limbisches System(!) an die Vergangenheit als Fußball-Torwart erinnern und ich rollte mich geschmeidig ab WIE EINE KATZE!
Da ich auch als Gefahrensucher bekannt bin und das Anforderungsniveau natürlich steigern wollte, machte ich mich am nächsten Tag trotz kleinerer Prellungen am -na, Ihr wisst schon wo- bei Dunkelheit auf den Weg, den Werratalsee des Nächtens zu umrunden.
Doch ich hätte es eigentlich wissen müssen: Das Gleichgewicht halten ohne die Möglichkeit der Aufnahme visueller Referenzpunkte ist echt schwer!
Für den absoluten Overkill sorgte dann aber noch die neue Garmin am Handgelenk: Ausgeprägte Unwissenheit ob Funktion und Menüstruktur (“… wie zum Teufel geht die Display-Beleuchtung an?”) brachten mich an den Rand meiner intellektuellen und physischen Leistungsfähigkeit.
So waren das auch meine längsten 6,5 Trainingskilometer und trotz der sagenhaft niedrigen Durchschnittsgeschwindigkeit von 8,6 km/h hatte ich stets einen Puls von ~150 bpm.
DAS WAR HERRLICH EFFIZIENT INEFFIZIENT!
Und da doch die Tainingseinheiten am wertvollsten sind, die im Lichte von Leistung und Leisten auf den ersten Blick ineffizient erscheinen, halte ich es mit Freifrau von Ebner-Eschenbach und rufe Euch voller Hoffnung (da war doch was!) zu:
Wer sich gar zu leicht bereit findet, seine Fehler einzusehen, ist selten der Besserung fähig!
Go on & train smart!